RAUMKONZEPTE

 

Nachts wandern die Eltern eine Ebene höher. Ursprünglich als Einschränkung befürchtet, fand der Raum durch den Einbau einer Zwischenebene deutlich mehr Gleichgewicht im Raumgefüge.

 

Treppauf, treppab. Einmal mit sattem Schwung, einmal asketisch und gerade. Was aus der geschwungenen Gangway geworden sein mag, beschäftigt mich jedes Mal, wenn ich an dem Neubau in der Lindengasse vorbeifahre. Eines Tages war der charmante Gewerbebau, durch den wir die komplette Stahltreppe mit sechs kräftigen Helfern rangierten und in der zentralen Halle an den umlaufenden Balkon schraubten, vom Bagger niedergerissen, geschliffen, planiert.

 

Mit Askese hat die Insel der erdig getönten Küche eher wenig gemein – 7cm massive Nuss! Man könnte auch darauf tanzen, wenn man wollte. Dass die Abstufung rechts zum Lieblingsplatz erklärt wird, war mir schon während dem Planungsprozess klar.

 

Nahezu alle Möbelgestalten sind gleichzeitig auch Raumkonzepte bzw. finden im besten Fall eine Anbindung an das, was schon da ist.

GESCHÄFTSAUSSTATTUNGEN

 

Manchmal, wie bei Dominiks Stand 16 am Schwendermarkt, braucht's nur wenig. Der derbe MFP-Boden war wichtig um die Härte und Kühle der Fliesen zu mildern. Eine Raumschleuse aus demselben Material, hier orange gebeizt und mit Kreidetafel. Der Rest wächst nach und nach hinzu … finito! Übrigens der beste Espresso der Stadt … und diesen gibts nun aber in einer rundum revitalisierten 50er Tschumsn. Ein stadtbekannter Lokalkritiker beschrieb es in seiner Rezension treffend als Espresso-Weltkulturerbe – na hööö! Ein Affe, Schwendergasse 19.

 

Der Friseur im Servitenviertel nach über 15 Jahren im Wesentlichen unverändert. Feierlicher Leuchtstoff-Luster, Kinosessel, Heraklit und viel Gestepptes. Die Montage mit sechsköpfigem Team war ein Freudenfest.

 

Lena Kvadrat, Artpoint in Berlin. Stahlprofile, verzinktes Blech, Sperrhölzer und von Lena herself importierte, echt russische Möbelgriffe. Leider gibts diese Filiale nicht mehr. Sehr schade.

 

Bäckerei/Cafe in der Kaiserstrasse. Das Gros der Gestaltungsideen wurde verbal und bruchstückhaft an uns herangetragen. Wir haben geplant, gezeichnet, gebaut, montiert. Ja, wir können auch mit anderen Kreativen gut zusammenarbeiten.

 

Unser Schauraum im Siebenten, mittlerweile eher mehr Werkraum.

TISCHE

 

Im besten Fall trägt ein Tisch das, was auf ihm zu Liegen oder zu Stehen kommt, gerne und mühelos.

STÜHLE/HOCKER

 

Lebensbaum (Thuja orientalis), gewachsen über Jahrhunderte an der Burgmauer von Herrison in der Auvergne, verzweigt sich in fünf Hauptäste.

 

Den zweiten Hocker haben wir π (Pi) getauft. Wie sonst?!

 

Kurzweil sollte sich das neue Lokal nennen. 484 Gestellteile für 44 Stühle zuschneiden war, zugegeben, eher langweilig. Fertig geschweisst waren sie in 2 Wochen, Sperrholz zugeschnitten, Linol in diesen wunderbaren warmen Erdfarben drauf und fertig. Hätten wir sie nicht stapelbar konzipiert, wär's in der Werkstatt ganz schön eng geworden.

REGALE

 

Warum schaut man in Wien in den meisten Warteräumen von Arztpraxen auf grausliche Bugholzgarderoben oder billige Schieleplakate? Und muss das wirklich so sein? (Bild 1)

 

Die Bücherleidenschaft eines Historikers. 4000 Bände, 5,3 m hoch, 3,3 m breit, 0,4 m tief für eine hinten liegende, zweite Buchreihe. Eiche massiv, Eternit und eine treppentaugliche Bibliotheksleiter, die sich unbemerkt ins Regal verzieht. (Bild 4-6)

 

Gekantetes Stahlblech, massive Esche. Variantenreich wie einfach. (Bild 7)

 

Bücher, Bücher Bücher, … ja, zugegeben, das System wurde gekupfert. Es war in dieser Ausführung, diesen Abmessungen und diesen Teilungen nicht zu ordern. Also haben wirs angepaßt und nachgebaut. Chapeau vor dieser tollen Konstruktionsidee! (Bild 8-9)

SCHRÄNKE/KOMMODEN

 

Die Patientenkartei einer therapeutischen Praxis und die Ordnung einer kreativen Agentur.

AKUSTIK

 

Bei Lautsprechern beschränken wir uns auf die Entwicklung und den Bau von Gehäusen… und auf den Hörgenuß. Akustische und technische Konzepte sowie Komponenten in HighEnd vom fähigsten Akustiker in town, David Haigner.

 

Oft hört sich’s nur dann bezaubernd an, wenn man gewisse Umgebungsgeräusche nicht hört. Dann kommen Varianten von sogenannten Absorbern und Diffusoren zum Einsatz. Die Kombination daraus nennt sich dann recht sexy Abfusor. Dass man diese selten als solche identifiziert, ist uns immer wieder ein heimliches Lob: „So ein schönes Bild!“

(HOLZ)BAU

 

45 qm Zubau zu einem Wohnhaus im Süden Wiens. a-lp.at hat entworfen, wir das Technische geplant und realisiert.

 

Installation am Siebensternplatz im Herzen des 7. Wiener Gemeindebezirks

 

Es war einmal ein (Stahlp)lattenzaun, mit Zwischenraum hindurchzuschaun’ … (frei nach Ringelnatz) … 6mm starke, korrodierende Stahlbänder.

REFERENZEN (AUSZUG)

 

Burgtheater, Wien

Navigatorfilm, Wien

Festwochen, Wien

Bäckerei Felzl, Wien

Neunerhaus, Wien

Artpoint, Berlin, Wien

Departure, Wien

Ursache u. Wirkung, Wien

Einsundsein, CH

Gebietsbetreuung 17/18, Wien

Westlicht, Wien

Leicashop, Wien

Nikon Store, Wien

Satel, Wien

IFF, Wien

Porsche, Sbg.

Denzel, Wien

Opel & Beyschlag, Wien

Schmittenhöhebahnen, Zell a. S.

TU, Wien

BoKu, Wien

Identum, Wien

Der Affe, Wien

 

 undundund …

GÜNTER GARGER | handwerk@holzundstahl.at